Alle Tassen im Schrank.

Ich war immer viel unterwegs. Was bringt man sich aber von all diesen Orten, die man so durchreist mit? Im Jahr 2005 kam ich auf die Idee mit den Tassen. Starbucks hatte sich zu jener Zeit auch außerhalb der USA schon ziemlich breit gemacht und es gab auch in Europa die ersten Tassen, die  den Namen mancher Stadt als Schriftzug und das oder die bedeutendsten Bauwerke derselben als Bild trugen. Das Design des Ur-Mugs (wie ich ihn mal nenne) wirkte noch etwas uneinheitlich, die Städtenamen bizarrerweise manchmal in Englisch, manchmal auch in Landessprache. Und auch ist mir bis heute nicht klar, wie eine Stadt es schafft, in diese Riege aufgenommen zu werden. Mindestkriterium schien lediglich eine gewisse amerikanische Präsenz (Spangdahlem) oder eben Popularität (Heidelberg) zu sein… Über die Jahre haben sich nun mehr als hundert dieser Tassen gesammelt, inzwischen bin ich bei der 4. Serie angekommen. Zunächste waren es 20oz.-„Eimer“, dann 16, jetzt 14 fl.oz. das schönste Format. Früher eine eher hohe Tasse, jetzt etwas bauchiger und nicht ganz so hoch. Einige (Hamburg) hatte ich doppelt, weil es (früher) keine Liste gab. Andere, weil tatsächlich verschiedene Modelle in der gleichen Serie existierten (Oktoberfest). In den USA bekommt man die jeweilige Tasse tatsächlich nur in der jeweiligen Stadt, in Deutschland dagegen fast jede Tasse überall…

Nachdem meine Tassen noch benutzt wurden, habe ich sie dann irgendwann zugunsten anderer (kleinerer) Tassen in den Schrank verbannt. Vor ein paar Jahren habe ich sie jedoch aus ihrem Höhlendasein befreit und meine Gäste dürfen, nein müssen sich – ich habe keine anderen Tassen mehr – Ihr Tässlein wählen, wenn sie bei mir etwas warmes trinken möchten. Sie stehen nach Serie und Alphabet sortiert in einem Regal, das fast eine ganze Wand einnimmt und neben der praktischen Funktion auch dazu führt, dass ich manchmal davorstehe, innehalte und mich einer dieser Reisen entsinne…

Das schönste aber ist: Das Regal ist voll. Und es wird keine Erweiterung geben. Ich brauche also keine weiteren Tassen und werde auch keine mehr kaufen. Und bitte bringt mir keine mit! Die letzte Tasse meiner Sammlung ist die aus Montréal. 1990 hatte ich dort studiert – da gab es diese Tassen noch nicht. Heute hat einer meiner ältesten Freunde sie mitgebracht – Danke Burkhard!

Hier eine Gesamtaufstellung nach Serie:

  • Ur-Mug (15)
    Aachen, Barcelona, Berlin, Bern, Bonn, Cologne, Frankfurt am Main, Hamburg, Munich, Münster, Stuttgart, Vienna, Warsaw, Wiesbaden, Wroclaw.
  • City-Mug (72)
    Karneval, Oktoberfest (3), England, France, Germany (2), Hungary, Morocco, Netherlands, New Zealnd, Portugal, Romania, Russia, Singapore (2), Sweden, Aachen, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bucharest, Budapest, Cambridge, Darmstadt, Den Haag, Dresden, Dublin, Düsseldorf, Freiburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Hilversum, Jakarta, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Kraków, Leiden, Leipzig, Lille, Lisboa, Los Cabos, Lyon, Mainz, Manchester, Mannheim, München, Münster, Nijmegen, Nürnberg, Osnabrück, Paris, Potsdam, Prague, Rotterdam, Ruhrgebiet, Saarbrücken, Samara, Spangdahlem, Stuttgart, Utrecht, Washington DC, Wroclaw, Zurich
  • You-are-here Collection (27)
    Austria, Germany, France, Switzerland, Alaska, Berlin, Budapest, California, Chicago (IL), Dresden, Frankfurt, Hamburg, Illinois, Köln, London, Los Angeles, München, Nürnberg, Oregon, Paris, Portland (OR), Prague, San Francisco, Stockholm, Toulouse, Vienna, Zürich.
  • Been-there Series (4)
    Florida, Montréal, New York, Washington
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Gestochen scharf.

Endlich wieder ein Wochenende konzentriert an einer Radierung arbeiten! Diesmal ist es aber nicht die Säure, die die Arbeit macht, wie bei meinen bisherigen Ätzradierungen, nein es sind meine dünnen Ärmchen: eine Kaltnadelradierung entsteht. Als Motiv die Landkarte der Republik Tuwa. Kennt niemand. Schon klar. Ich war am 11. Mai 2018 dort gewesen, um anlässlich Feynmans 100. Geburtstag der Einweihung eines in den Felsen gemeißelten Feynman-Diagramms beizuwohnen. Das Diagramm kann man auf AtlasObscura bewundern.

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Watching You.

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Hochkonzentriert sitze ich über einer Kupferplatte und arbeite an meiner Kaltnadelradierung. Als ich kurz aufschaue, erschrecke ich: mir gegenüber steht ein Schrank mit Glastür. Darin ein Gesicht mit Hut und ein stechender Blick. Ich drehe mich um – und muss … Weiterlesen

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2 Burgen auf einen Streich…

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Nachdem es tagsüber öfter geregnet und sogar stark gehagelt hatte, war gar nicht so klar, ob ich am Abend tatsächlich noch zur Hohenbeilstein radele, oder nicht. Natürlich habe ich nicht daran gedacht, dass Termos sich ja angekündigt hatte und dass … Weiterlesen

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Der Wunnenstein bei Großbottwar

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Heute wunderbares Wetter und mal wieder das Klapprad bemüht. Den Wunnenstein muss man zwar nicht kennen … sollte es aber, denn der Ausblick ist gigantisch und der Aufstieg lohnt sich in jedem Fall: Ich habe mich also um 17 Uhr … Weiterlesen

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